Berufsfelderkundung in der Handwerkskammer Dresden



Im Schulprogramm der MS J.H. Pestalozzi Radeberg ist eine langfristige und umfassende Berufsorientierung festgeschrieben.
Für die 8. Klassen steht eine 2-wöchige Berufsfelderkennung auf dem Programm, welche in diesem Schuljahr vom 02.-13. Juli stattfand. Nach einer umfangreichen Potentialanalyse wurden die Schüler in Gruppen auf die einzelnen Berufsfelder verteilt. Jeweils an 2 Tagen lernten die Schüler Inhalte der Berufsausrichtungen Holz, Metall, Elektro, Büro/Verwaltung, Farbe, Frisör/Kosmetik, Vermessung und Bäcker kennen. Neben der Vermittlung theoretischer Grundlagen und der Vorstellung verschiedener Berufsbilder stand die unmittelbare praktische Arbeit im Mittelpunkt.
Während des Lehrgangs Holz stellten die Schüler CD-Ständer her. Die Malerausbilder vermittelten unter anderem die Grundlagen der Farblehre. Beim Tapezieren eines kleinen Raumes wurde es ausgesprochen handwerklich konkret. Im Berufsfeld Elektro sind physikalische Grundkenntnisse gefragt. Die Schüler erwarben Fähigkeiten im Löten und stellten einen elektronisch funktionierenden Würfel her.
Mädchen an der Kantbank und beim Gewindeschneiden? Wir sind im Berufsfeld Metall. Hier bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler unter fachkundiger Anleitung Aluminiumbleche, stellten eine Aufbewahrungskiste und einen Würfel anderer Art her.
Zwei Tage am Computer in Büro und Verwaltung waren eigentlich viel zu kurz. Die Schüler erfuhren die neuesten DIN-Vorschriften, die sie bei ihrer Bewerbung berücksichtigen sollten. Sie stellten Visitenkarten her und hatten ihre Excel-Kenntnisse anzuwenden. Interessant war auch die Präsentation der Gruppenarbeiten zum Thema „Planung einer Dienstreise für Mitarbeiter einer Computerfirma“. Die Ergebnisse der entsprechenden Internetrecherche konnten sich sehen lassen.




Die Vermesser waren im Gelände deutlich an ihren Arbeitsgeräten und Outfit zu erkennen. Sie vermaßen das Gelände der Handwerkskammer.




Im Berufsfeld Frisör/Kosmetik ging es um die Themen Gesundheit und Hygiene. Im praktischen Teil wurden Nägel manikürt und modelliert und Frisurköpfe mit Lockenwicklern, Zöpfen und Steckfrisuren versehen.





Besonders stolz verließen die Schüler die Lehrbackstube. Frisches Brot, Brötchen und Milchzöpfe gehörten zu den eher einfachen Backerzeugnissen. In einer super guten Qualität erstellten die Schüler wunderschönes, leckeres Gebäck, Kuchen und Windbeutel. So manche Mutti oder Omi war daheim sicherlich beeindruckt von den Leistungen.




Die Schüler wurden durch Mitarbeiter der Handwerkskammer beobachtet und eingeschätzt. Sie erhalten ein Zeugnis über die Arbeit in den verschiedenen Berufszweigen, das dann bei jeder späteren Bewerbung mit beigelegt werden kann und den Berufswahlpass vervollständigen wird.
Die Schüler haben in den 2 Wochen viel gelernt. Vor allem sollte ihnen nun klarer sein, welche Berufsfelder für sie in Frage kommen. Sie konnten ihre Stärken und Interessen, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten auf den Prüfstand stellen. Am Schluss dieser sehr abwechslungsreichen Ausbildungszeit ist sicher bei den meisten Schülern mehr Klarheit über ihre mögliche berufliche Zukunft entstanden.


Ein Dank geht an die Handwerkskammer, die diese umfangreiche Berufsfelderkundung organisierte und durchführte. Zudem wurde das Projekt finanziell durch die Arbeitsgruppe „Schule - Wirtschaft“ der Stadt Radeberg unterstützt, so dass die Schüler nur geringe Fahrgeldkosten zu tragen hatten.

Text und Fotos: Sabine Schäfer




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